Haarausfall

Der Mensch hat ca. 100.000 bis 150.000 Kopfhaare und Haarausfall ist völlig normal – so lange nur ca. 100 Haare pro Tag beim Bürsten hängenbleiben oder am Kopfkissen zu sehen sind. Nur bei Patienten, die mehr Haare verlieren, spricht man von krankhaftem Haarausfall.

Aus medizinisch-biologischer Sicht benötigt der Mensch Haare zwar nicht, sie spielen dennoch eine wichtige Rolle in unserem Leben – besonders in sozialer und psychologischer Hinsicht. Denn bei Haaren geht es vor allem um das Aussehen und das persönliche Wohlbefinden: Den meisten Menschen ist es wichtig, schönes Haar zu haben und nur wenige sind mit der Haarpracht zufrieden, die sie auf ihrem Kopf vorfinden.

Haarausfall kann das Aussehen erheblich verändern und für Betroffene oft eine seelische Belastung darstellen.

Geringer Haarwuchs tritt relativ häufig auf: Schätzungen zufolge sind rund 500.000 Frauen und 1,5 Millionen Männer in Deutschland von Haarausfall betroffen. Damit plagt Haarverlust eher Männer als Frauen.

Grundsätzlich muss zwischen krankhaftem und natürlich vererbtem, hormonbedingtem Haarausfall unterschieden werden.

Krankhafter Haarausfall

Der krankhafte Haarausfall kann unterschiedliche Ursachen haben:

  • immunologische Hauterkrankungen
  • bakterielle und pilzbedingte Infektionen der Kopfhaut
  • systemische Infektionskrankheiten (z.B. Typhus, Scharlach, schwere Grippe)
  • Stoffwechselstörungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion und Mangelzustände an Vitaminen, Spurenelementen und Proteinen)
  • Medikamente und sogar Stress können zu teilweisem oder vollständigem Haarverlust führen.

Auch durch Unfälle oder ärztliche Eingriffe können kahle Flächen oder haarlose Narben entstehen (z.B. nach Bestrahlung, Tumoroperationen oder Facelift).

Hormonell-erblicher Haarausfall

Der hormonell-erbliche Haarausfall wird durch eine genetisch bedingte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber einer bestimmten Form des männlichen Sexualhormons Testosteron hervorgerufen. Ab der Pubertät und der damit verbundenen erhöhten Hormonproduktion kommt es zu einer zunehmenden Schädigung der Haarwurzel – letztendlich kann kein Haar mehr gebildet werden. Dadurch verkürzt sich die Wachstumsphase (auch Anagenphase genannt) und die Haarfollikel schrumpfen immer mehr. Kurze, dünne und wenig sichtbare Wollhaare (auch Vellushaare genannt) sind die Folge. Diese können dem Betroffenen erhalten bleiben oder auch ausfallen, ohne dass neue Haare nachwachsen.

Die Hormonempfindlichkeit ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Vom anlagebedingten Haarausfall sind meist junge Männer betroffen. Frauen leiden seltener unter einem hormonbedingten Haarausfall, obwohl auch sie kleine Mengen Testosteron produzieren. Dennoch sind Frauen in den Wechseljahren aufgrund der Hormonumstellung besonders gefährdet.

Der hormonbedingte Haarausfall folgt bei Männern und Frauen unterschiedlichen Mustern: Männer sind typischerweise von einer Stirnglatze, Geheimratsecken oder einem freien Fleck am Hinterkopf betroffen während Frauen eher unter dünnen Haaren über den gesamten Kopf verteilt leiden.

Haarausfallbehandlung

Die Eigenhaartransplantation stellt eine moderne, effektive Behandlung bei Haarausfall dar, die Betroffenen zu mehr Wohlbefinden und Selbstbewusstsein verhilft.

Glaubt man der Werbung gibt es Hunderte von angeblichen Wundermitteln wie Nahrungsergänzungspillen, Lotionen und Shampoos, die volles Haar versprechen. Die meisten sind schlicht wirkungslos.

Tatsächlich können einige wenige Medikamente Haarausfall stoppen. Doch welche für Sie in Frage kommen, sollten wir gemeinsam besprechen. Finansterid und Minoxidil etwa sind wirksame Substanzen, die ich Ihnen unter Umständen empfehlen kann – nach gründlicher Untersuchung.

Haben Sie Fragen zum Haarausfall? Dann stehe ich Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Termine können Sie online, per E-Mail unter info@moheb.hamburg oder per Telefon unter der 040 35 00 4812 vereinbaren.

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